Oettinger Kammerorchester

Samstag, 14. Oktober 2017, 20:00 Uhr
Solistin: Feodora Johanna Mandel, Harfe
Leitung: Günter Simon

E. Elgar: "Sospiri" für Streichorchester und Harfe
G.F. Händel:   Konzert für Harfe und Orchester Nr. 6 B-Dur, op. 4/6; HWV 294
G. Mahler: Adagietto aus Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
J. Haydn: Sinfonie Nr. 44 e-Moll „Trauer“, Hob. I:44


Zusätzlich bieten wir Ihnen am Samstag, dem 14. Oktober 2017, um 16.00 Uhr ein moderiertes Konzert für Kinder mit ausgewählten Musikstücken aus dem Abendkonzert an.

Eintritt nachmittags: Erwachsene 7 Euro, Kinder frei
Platzreservierung nur für Gruppen und Schulklassen

PERSONALIA:
Feodora-Johanna Mandel studierte Harfe bei Prof. Gisèle Herbet in Würzburg sowie bei Prof. Helga Storck und Prof. Cristina Bianchi in München. Weitere Examina legte sie in den Bereichen „Elementare Musikpädagogik“ und „Schulmusik (Lehramt Gymnasium)“ ab. Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und wurde durch Stiftungen wie die Studienstiftung des deutschen Volkes und die Deutsche Stiftung Musikleben gefördert. Von 2008 bis 2010 war sie bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden engagiert. Sie war an zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen beteiligt. Neben ihrer vielfältigen Konzerttätigkeit unterrichtet sie leidenschaftlich, unter anderem von 2013 bis 2015 als Lehrbeauftragte an der Musikhochschule München.
Weitere Informationen: www.feodorajohannamandel.de14.10.Mandel

WERKBESCHREIBUNGEN:
Das Adagio op. 70 mit dem Beinamen „Sospiri“ (italienisch: „Seufzer“) von Edward Elgar ist „William Henry Reed freundschaftlichst zugeeignet.“ William Henry Reed (1876–1942) war Konzertmeister beim London Symphony Orchestra, hat selbst auch kleine Stücke komponiert und war Dirigent mehrerer Liebhaberorchester, für die Elgars „Sospiri“ wahrscheinlich auch gedacht war. Wirkungsvoll ist der reizvolle Wechsel zwischen arpeggienbegleiteter Melodie und eng verwobenem Dialog von Soloinstrument und mehrfach unterteiltem Streichersatz.

Das auch als Orgelkonzert bekannte Konzert für Harfe und Orchester B-Dur komponierte Georg Friedrich Händel als Einlage für die Ode „Das Alexanderfest“, um damit wohl das Harfenspiel des griechischen Sängers Timotheus anschaulich werden zu lassen. Ein Andante allegro als erster Satz mit einer beschwingten, figurativ ausgestalteten Thematik und ein im Stil eines lebhaften Menuetts ausgearbeiteten Schlusssatzes rahmen einen im Sarabanden-Rhythmus gehaltenen Larghetto-Mittelsatz als melodisches Zentrum ein.

Gustav Mahler schrieb das Adagietto, den 4. Satz aus seiner 5. Sinfonie, als Liebeserklärung an seine Frau Alma. Populär geworden ist das lyrische Stück für Harfe und Streicher durch Luchino Viscontis Verfilmung der Erzählung "Der Tod in Venedig" von Thomas Mann.
100 Jahre nach Mahlers entnervter Äußerung – niemand verstehe „die verfluchte 5. Sinfonie“ – wird so sein Werk dank der jüngeren Filmgeschichte zelebriert und geliebt. Immerhin entstand diese Komposition kurz nach Mahlers größter Lebenskrise. Geschockt von seinem gesundheitlichen Zusammenbruch, der ihn an den Rand des Todes brachte, fand er durch die Liebe zu seiner Frau Alma ins Leben zurück.

Im Jahre 1770 entstand die von Joseph Haydn komponierte Sinfonie Nr. 44 in e-Moll, die den nicht von Haydn stammenden Beinamen „Trauer-Sinfonie“ trägt, wobei diese Bezeichnung den Werkcharakter kaum trifft. Der Beiname könnte jedoch daher kommen, dass Haydn das Adagio als Musikstück für seine Beerdigung bestimmt hatte. Dieses E-Dur-Adagio stützt sich fast durchweg auf die Streicher und verwendet Oboen und Hörner nur zur klanglichen Verstärkung. Mit dieser Komposition eröffnete er eine Reihe von Moll-Sinfonien, in denen sich am deutlichsten Haydns Auseinandersetzung mit dem Zeitstil des musikalischen „Sturm und Drang“ manifestierte.


PROGRAMM:

Edward Elgar (1857–1934):
„Sospiri“ für Streichorchester und Harfe

Georg Friedrich Händel (1685–1759)
Konzert für Harfe und Orchester Nr. 6 B-Dur, op. 4/6; HWV 294

Andante allegro
Larghetto
Allegro moderato

*** PAUSE ***

Gustav Mahler (1860–1911)
Adagietto aus: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie Nr. 44 e-Moll „Trauer“, Hob. I:44

Allegro con brio
Menuetto. Allegretto
Adagio
Finale. Presto