Oettinger Kammerorchester

Samstag, 13. Oktober 2018, 20:00 Uhr
Solistin: Moritz Gruber, Gitarre
Leitung: Günter Simon

A. Rosetti:   Sinfonie g-Moll Murray A42
F. Carulli: Gitarrenkonzert e-Moll op. 140
J. Haydn: Sinfonie A-Dur Hob. I:59 "Feuer"


Zusätzlich bieten wir Ihnen am Samstag, dem 13. Oktober 2018, um 16.00 Uhr ein moderiertes Konzert für Kinder mit ausgewählten Musikstücken aus dem Abendkonzert an.

8Moritz GruberEintritt nachmittags: Erwachsene 7 Euro, Kinder frei
Platzreservierung nur für Gruppen und Schulklassen

PERSONALIA:
Der 1987 in Oettingen geborene Gitarrist Moritz Gruber begann mit 12 Jahren autodidaktisch mit dem Gitarrenspiel. Seit 2010 studiert er am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Das Studium für das Lehramt für Grundschule mit dem Unterrichtsfach Musik schloss er mit dem ersten Staatsexamen ab. Anschließend studierte er Gitarre am Leopold-Mozart-Zentrum bei Klaus Wladar. Ein Master-Studiengang in Musikvermittlung schließt sich gerade an. Er ist Mitglied des „trattos guitar trios“ und seit 2016 Stipendiat bei Yehudi Menuhin Live Music Now, Augsburg.


Seit über 50 Jahren besteht mittlerweile das Oettinger Kammerorchester. Gegründet wurde das Orchester von Otto Hennecke, der weit über die Grenzen des Rieses bekannt war als Musikpädagoge am Albrecht-Ernst-Gymnasium, Dirigent und Geiger. Außerdem hob er das auch heute noch bestehende Oettinger Jazzkränzchen aus der Taufe. Dieses prägte er als Arrangeur und Kontrabassist. Sein großes Talent war es, Musiker der Region und musikinteressierte Schüler des Oettinger Gymnasiums gleichermaßen für das gemeinsame Spiel im Orchester zu begeistern. So durften auch die Brüder Bernd, Günter und Harald Simon von Henneckes Einsatz für die Musik profitieren. Alle drei eiferten ihrem Lehrer nach und studierten an der Würzburger Musikhochschule Schulmusik. Nach dem Tod von Otto Hennecke 1993 übernahm Bernd Simon das Oettinger Kammerorchester, übergab es später an seine Zwillingsbrüder Harald und Günter. Sie etablierten die moderierten Konzerte für Kinder, die seit vielen Jahren auch die kleinen Zuhörer begeistern.

WERKBESCHREIBUNGEN:
Die im März 1787 in Wallerstein von Antonio Rosetti komponierte g-Moll-Sinfonie ist nicht nur die einzige Sinfonie in einer Molltonart des Komponisten, sie stellt auch einen Höhepunkt in seinem Sinfonieschaffen dar. Den bekannteren Werken Haydns und Mozarts in dieser Tonart kann sie durchaus an die Seite ge­stellt werden. Mozarts berühmte g-Moll-Sinfonie entstand interessanterweise jedoch erst über ein Jahr später. Trotz ihrer unüberhörbaren musikalischen Qualität erschien Rosettis Sinfonie zu seinen Lebzeiten nicht im Druck – verwunderlich, da weit mehr als die Hälfte seiner Kompositionen bei zum Teil renommierten Verlagen veröffentlicht wurden.

Ferdinando Carulli komponierte das „Petit Concerto de Société“ 1820 in der damaligen Gitarrenhochburg Paris. Carulli, geboren 1770 in Neapel, ­stu­dierte zuerst Cello, bis er sich der Gitarre zuwandte, deren Spiel er sich auto­didaktisch aneignete. Zu großem Ansehen brachte er es nach seiner Übersiedlung von Neapel nach Paris im Jahr 1808, wo er als Gitarrenvirtuose, aber vor allem auch als Gitarrenlehrer, ein gefragter Mann war. Zu dieser Zeit erfreute sich das Instrument Gitarre, die damals noch wesentlich kleiner gebaut wurde als heute, in Paris einer überaus großen Beliebtheit. Carulli schrieb dafür mehr als 300 Kompositionen, unter denen seine Etüden op. 27 auch heute zu einem wichtigen Werk ambitionierter Gitarrensolisten  zählen.

Die Geschichte der Musikgattung Sin­fonie wurde wesentlich durch Joseph Haydn beeinflusst. Die Nachwelt hat vielen seiner Sinfonien irreführende Namen gegeben, die zur besseren Unterscheidung der tonart­gleichen Kompositionen aber doch nützlich sind. So erhielt auch die A-Dur ­Sinfonie Nr. 59 einen Namen: „Feuer-Sinfonie“. Der Name könnte daher stammen, weil Haydn sie als Zwischenaktmusik zu einem „Feuersbrunst“ ­benannten Theaterstück verwendete. Ihre dramatische Erregtheit macht den Beinamen plausibel. Vor allem der ­rhythmisch pulsierende Kopfsatz und das frische Finale mit konzertierenden Einschüben von Horn und Oboe sind überaus wirkungsvoll.

PROGRAMM:

Antonio Rosetti (1750–1792)
Sinfonie g-Moll Murray A42

Vivace
Menuet
Andante ma Allegretto
Finale: Capriccio: Allegro scherzante

Fernando Carulli (1770–1841)
Konzert für Gitarre und Orchester e-Moll op. 140 „Petit Concerto de Société“

Allegro aperto
Andante ma non troppo
Allegro

*** PAUSE ***

Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie Nr. 59 A-Dur, Hob I:59 „Feuer“

Adagio cantabile – Vivace assai
Andante
Menuetto: Allegro molto
Allegro di molto