Stuttgarter Kammerorchester (Galakonzert)

Samstag, 27. Mai 2017, 20.00 Uhr
Klavier und Leitung: Robert Levin

A. Rosetti:   Sinfonie Nr. 37 in B-Dur, Murray A 49, Sätze I-III
W.A. Mozart:   Klavierkonzert F-Dur, KV 459
W.A. Mozart: Klavierkonzert B-Dur, KV 456
A. Rosetti:   Sinfonie Nr. 37 in B-Dur, Murray A 49, Satz IV

 

PERSONALIA:27.5.Robert Levin Photographer Credit Ascherman
Der Amerikaner Robert Levin ist ein weltbekannter Pianist, der bereits mit berühmten Dirigenten wie Simon Rattle, Neville Marriner oder John Eliot Gardiner zusammenarbeitete. Neben Professuren in den USA wurde er auch an die Musikhochschule in Freiburg im Breisgau berufen. Seine Wiederbelebung der Praxis der im­pro­vi­sierten Kadenzen und Verzierungen in der Wiener Klassik ist weltweit anerkannt. CD-Aufnahmen sind bei allen einschlägigen Plattenfirmen erschienen, darunter auch Gesamt­einspielungen der Klavierkonzerte von Mozart mit Christopher Hogwood. Neben seiner Konzerttätigkeit ist Robert Levin Musiktheoretiker und Mozart­-Forscher. Seine Ergän­zung­en zu unvollende­ten Kompositionen Beethovens, Mozarts und Schuberts sind bei den großen Musikverlagen ver­öffentlicht und weltweit aufge­führt worden.


Das im Jahr 1945 gegründete Stuttgarter Kammerorchester ist eines der renommiertesten Ensembles seiner Art in Deutschland und nimmt seit nun mehr 70 Jahren einen herausragenden Platz in der internationalen Orchesterlandschaft ein. Seit der Saison 2013/2014 ist Matthias Foremny Chefdirigent des Orchesters. Seinen ausgezeichneten Ruf erwarb sich das Orchester bereits unter seinem legendären Gründer und langjährigen Leiter Karl Münchinger. Für sein außergewöhnliches Engagement wurde dem Stuttgarter Kammerorchester im Jahr 2008 der Europäische Kammermusikpreis der Europäischen Kulturstiftung verliehen.Stuttgarter KO

WERKBESCHREIBUNGEN:
Charakteristisch für Antonio Rosettis Kompositionen, die er für die Oettingen-Wallersteinische Hofkapelle unter Bevorzugung der Bläser schrieb, sind Stilmerkmale der Mannheimer und Wiener Schule, wobei er auch mit den älteren Barockelementen umzugehen wusste. Über Rosetti schreibt der Dichter, Journalist und Musikschriftsteller Christian Friedrich Daniel Schubart: „Auf allen Klavieren sieht man Rosettische Stücke,... Und gewiss, es lässt sich kaum etwas Leichteres, Lichtvolleres, Honigsüßeres denken als die Stücke dieses Mannes...“

Wolfgang Amadeus Mozart widmete einen Gutteil seiner mehr als 600 Werke dem Klavier, und gerade im Jahr 1784 spielte das Tasteninstrument für ihn eine überragende Rolle. Mozarts eigenhändiges Werkverzeichnis listet allein sechs Klavierkonzerte für diesen Zeitraum auf, dazu Solowerke und Kammermusik mit bedeutenden Klavierparts. Drei „Beinamen“ bezeugen die spätere Popularität des Klavierkonzertes F-Dur, KV 459. Zum einen wird es als „Militärkonzert“ wegen des marschartigen Rhythmus zu Beginn des Werkes bezeichnet, zum Zweiten als „2. Krönungskonzert“. Es wurde nämlich anlässlich der Kaiserkrönung Leopolds II. gespielt. Wegen des besonders gewichtigen Schlusssatzes und wegen der Steigerung von Satz zu Satz wird das Stück drittens auch „Finalkonzert“ genannt.

Das B-Dur-Konzert KV 456 wurde vermutlich für Maria Theresia Paradis komponiert – was Mozart nicht daran gehindert hatte, das Konzert auch selbst öffentlich zu spielen. Aber die blinde Pianistin war seit 1775 der Star unter Wiens Pianisten. Leopold Mozart berichtete seiner Tochter Nannerl aus Wien, dass Wolfgang „für die Paradis nach Paris gemacht“ habe, und Musikforscher gehen davon aus, dass es sich dabei um dieses Klavierkonzert KV 456 gehandelt hat.


PROGRAMM:
 

Antonio Rosetti (1750–1792)
Sinfonie B-Dur, Murray A 49

Vivace
Andante
Menuet Allegretto - Trio

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Klavierkonzert F-Dur, KV 459

Allegro
Allegretto
Allegro assai

*** PAUSE ***

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Klavierkonzert B-Dur, KV 456

Allegro vivace
Andante sostenuto
Allegro vivace

Antonio Rosetti (1750–1792)
Sinfonie B-Dur, Murray A 49

Allegro non presto